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Veranstaltung - Montagsgesellschaft e.V.

Unternehmensnachfolge-Regelungen in Deutschland und welche Rolle ausländische Investoren spielen

Unternehmensnachfolge als zentrale Zukunftsfrage

Die Montagsgesellschaft widmete sich in Raunheim einem der drängendsten wirtschaftlichen Themen der kommenden Jahre: der Unternehmensnachfolge in Deutschland und der wachsenden Rolle internationaler Investoren. Ausgangspunkt der Diskussion war die Zahl von rund 200.000 Unternehmen, die bis 2030 vor einer ungelösten Nachfolge stehen – insbesondere im mittelständischen Bereich.

Der Innovation Hub Rhein-Main als Ort des Dialogs

Mit dem Innovation Hub Rhein-Main bot die Veranstaltung einen passenden Rahmen. Bürgermeister Manfred Ockel erläuterte, wie die Städte Raunheim, Rüsselsheim und Kelsterbach bewusst auf interkommunale Zusammenarbeit setzen. Durch gemeinsame Strukturen, internationale Vernetzung – insbesondere mit Asien – und konkrete Unterstützung bei Gründung, Ansiedlung und Nachfolge entsteht ein Modell, das bundesweit Seltenheitswert hat.

Praxisblick: Wie Unternehmensnachfolge heute funktioniert

Sebastian Wissig (Syntra Corporate Finance / Nachfolgekontor) gab Einblicke aus der täglichen M&A-Praxis. Seine zentrale Botschaft: Gut aufgestellte, wettbewerbsfähige Unternehmen sind weiterhin gefragt – auch und gerade bei internationalen Investoren. Gleichzeitig zeigte sich, dass späte Planung, Investitionsstau und unrealistische Preisvorstellungen häufig erfolgreiche Nachfolgen verhindern.

Internationale Investoren als Chance, nicht als Risiko

Kshitij Gupta und Dr. Alexander Bode rückten die internationale Perspektive in den Fokus. Kapital ist global mobil und sucht nach verlässlichen, attraktiven Rahmenbedingungen. Deutschland verliere hier zunehmend an Boden – nicht wegen mangelnder Substanz, sondern aufgrund von Bürokratie, gesellschaftlicher Skepsis gegenüber Unternehmertum und fehlender wirtschaftlicher Dynamik. Für viele mittelständische Unternehmen sei der Schulterschluss mit ausländischen Investoren daher eine reale Überlebenschance.

Gesellschaftliches Bild des Unternehmers

Ein wiederkehrendes Thema des Abends war die gesellschaftliche Wahrnehmung von Unternehmertum. Unternehmertum werde in Deutschland zu selten positiv vermittelt – weder in Schulen noch im öffentlichen Diskurs. Dies wirke sich unmittelbar auf die Bereitschaft aus, Verantwortung zu übernehmen oder bestehende Unternehmen fortzuführen.

Fazit: Nachfolge braucht Offenheit und neue Allianzen

Der Abend machte deutlich: Unternehmensnachfolge ist kein Randthema, sondern eine Schlüsselfrage für Beschäftigung, Wertschöpfung und gesellschaftliche Stabilität. Internationale Investoren können Teil der Lösung sein, wenn Politik, Verwaltung und Gesellschaft die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Die Montagsgesellschaft versteht sich dabei weiterhin als Plattform für offenen Dialog, neue Perspektiven und mutige Weichenstellungen für den Wirtschaftsstandort Frankfurt Rhein-Main.

 

Podium:

  • Manfred Ockel, Bürgermeister der Stadt Kelsterbach und Initiator des Innovation Hub Rhein-Main 
  • Kshitij Gupta, M&A Experte, Consultant, langjährige Business-Erfahrung in Indien/Asien. 
  • Sebastian Wissig, Projektleiter bei der Syntra Corporate Finance GmbH/Nachfolgekontor
  • Dr. Alexander Bode, Multi-Aufsichtsrat, M&A-Experte, Berater und Unternehmer, langjährige Business-Erfahrung in China/Asien
Termin
19. Januar 2026, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
Innovation Hub Rhein-Main
Am Messeplatz 13
60311 Raunheim
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